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Pressfitting Übergangsstück: Auswahl und Einbau von Press auf Gewinde

Ein Pressfitting Übergangsstück verbindet eine Pressleitung mit einem Gewindeanschluss. Es bildet den Übergang von der werkzeuglos verpressten Seite auf ein Aussengewinde oder Innengewinde und gehört im Bereich Pressfittings & Rohrzubehör zu den häufig gefragten Formteilen in Heizungs- und Sanitärinstallationen. Der Beitrag erklärt Auswahl, Materialien und Einbau.

Was ist ein Pressfitting Übergangsstück?

Ein Übergangsstück besitzt zwei unterschiedliche Enden. Die eine Seite ist ein Pressanschluss, der auf das Rohr geschoben und mit einer Presszange verpresst wird; die andere Seite trägt ein Gewinde. So entsteht eine feste Verbindung zwischen dem Presssystem und einem verschraubten Bauteil wie einem Ventil, einem Verteiler oder einem Zähler. Ein Übergangsstück gibt es mit Aussengewinde und mit Innengewinde.

Im Inneren dichtet ein O-Ring aus EPDM die Pressseite ab. Das Gewinde selbst wird zusätzlich mit Dichtmaterial versehen, damit die Abdichtung auf beiden Seiten für Sicherheit sorgt. Weil die Pressseite ohne Flamme und ohne Lötarbeiten auskommt, gelingt der Einbau schnell und lässt sich auch an schwer zugänglichen Stellen ausführen.

Definition: Ein Pressfitting Übergangsstück ist ein Fitting mit einem Pressende und einem Gewindeende. Es stellt die Verbindung einer verpressten Rohrleitung mit einem Aussengewinde oder Innengewinde her und wird häufig aus Rotguss oder Edelstahl gefertigt.

Aussengewinde oder Innengewinde: die richtige Grösse wählen

Die Wahl richtet sich nach dem Gegenstück. Ein Aussengewinde passt in ein Bauteil mit Innengewinde, etwa in eine Muffe oder einen Verteiler; ein Innengewinde nimmt einen Nippel oder ein Aussengewinde auf. Übliche Ausführungen kombinieren den Rohrdurchmesser mit der Gewindegrösse, zum Beispiel 22 × 3/4 Zoll.

Merkmal

Aussengewinde

Innengewinde

Gegenstück

Bauteil mit Innengewinde

Nippel oder Aussengewinde

Typische Nutzung

Armatur, Verteiler

Ventil, Rohrende

Abdichtung

Hanf oder PTFE

Hanf oder PTFE

Ein Übergang mit Aussengewinde deckt gängige Kombinationen von 18 × 1/2 bis 35 × 1 Zoll ab. Ergänzend dazu gibt es das Gegenstück als Übergang mit Innengewinde sowie in Ausführungen mit Einsteckende, etwa als Übergang mit Einsteckende und Aussengewinde oder Übergang mit Einsteckende und Innengewinde. Für die Auswahl zählen der Durchmesser des Rohrs, die Gewindeart mit Aussengewinde oder Innengewinde und die vorhandenen Anschlüsse. Die passende Grösse ergibt sich aus Rohr und Anschluss.

Rotguss und Edelstahl: Materialien im Vergleich

Ein Übergangsstück wird vor allem aus Rotguss und Edelstahl gefertigt. Rotguss – eine entzinkungsbeständige Kupfer-Zinn-Legierung – ist im Trinkwasser verbreitet, weil das Gewinde aus Rotguss korrosionsbeständig bleibt. Viele Hersteller setzen für das Gewindeteil auf Rotguss, während der Presskörper aus Edelstahl bestehen kann. Edelstahl bietet hohe Stabilität und Korrosionsbeständigkeit in anspruchsvollen Installationen.

Der Betriebsdruck erreicht bei metallischen Systemen häufig max. 16 bar; die zulässige Temperatur richtet sich nach Medium und Dichtung aus EPDM. Ein Übergangsstück mit DVGW-Zulassung ist für Trinkwasser vorgeschrieben. Etablierte Systeme wie Viega Sanpress zeigen, dass ein Rotguss-Gewinde und die Pressseite sich gut ergänzen; auch andere Hersteller bieten ihre Übergänge in Rotguss und Edelstahl an. Die Verbindung aus Rotguss-Gewinde und Edelstahl-Presskörper ist bei vielen Herstellern für Trinkwasser- und Heizungsinstallationen etabliert.

Einbau: Übergangsstück richtig montieren

Beim Einbau wird zuerst das Gewinde abgedichtet, dann die Pressseite verpresst. Die Montage folgt einem klaren Ablauf:

1.      Rohr ablängen, entgraten und den Zustand der Dichtung prüfen.

2.      Gewinde mit Hanf oder PTFE-Band für die Abdichtung versehen und das Übergangsstück einschrauben.

3.      Rohr bis zum Anschlag in den Pressanschluss schieben.

4.      Mit dem Presswerkzeug und passender Pressbacke verpressen.

5.      Dichtheit prüfen; eine unverpresst gebliebene Stelle fällt sofort auf.

So entsteht eine dauerhafte Verbindung zwischen Press- und Gewindetechnik. Die verschraubten Anschlüsse bleiben lösbar, was Wartung und Umbau erleichtert. Ist zusätzlich zum Gewindeübergang eine Richtungsänderung gefragt, stehen auch Übergangsbögen zur Verfügung, etwa als Übergangsbogen 90°, mit Innengewinde oder als Übergangsbogen 90°, mit Aussengewinde, konisch. Typische Anwendungen für ein Übergangsstück sind:

·        Anbindung von Armaturen und Ventilen mit Gewinde

·        Übergang auf Verteiler, Pumpen und Zähler

·        Anschluss an Heizungsanlagen und Anlagen der Industrie

In vielen Installationen bildet ein Übergangsstück die Schnittstelle zwischen einem Presssystem und vorhandenen Gewindeleitungen. Gerade bei der Sanierung von Bestandsanlagen lassen sich neue Pressstränge an bestehende Installationen anschliessen, ohne die komplette Leitung zu tauschen. Die Hersteller geben für jede Baureihe die zulässigen Medien, den passenden Durchmesser und die Gewindegrösse an, damit die Auswahl eindeutig bleibt und die Verbindung zuverlässig hält.

Pressfitting Übergangsstück richtig auswählen

Die Auswahl beim Übergangsstück folgt drei Fragen: Durchmesser, Gewindeart und Material. Für Trinkwasser bietet sich ein Gewinde aus Rotguss an, für hohe Stabilität Edelstahl. Aussengewinde und Innengewinde werden nach dem Gegenstück bestimmt, und die Grösse ergibt sich aus Rohr und Anschluss. Ein sauber gewähltes Pressfitting Übergangsstück verbindet Press- und Gewindesysteme zuverlässig – von der Trinkwasser- bis zur Heizungsinstallation. Wer Material, Gewinde und Grösse abstimmt, erhält eine dichte Verbindung mit DVGW-konformem Zubehör.